LODATA ist Mitglied und im ständigen Kontakt mit dem DFKA, dem „Deutschen Fachverband für Kassen- und Abrechnungssystemtechnik im bargeld- und bargeldlosen Zahlungsverkehr e.V.“

In Folge des Gesetzes zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen (Kassensicherheitsverordnung) wurde geregelt, dass Daten, die mit Hilfe eines elektronischen Aufzeichnungssystems erfasst werden, ab dem 01.01.2020 mit einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) zu schützen sind, vgl. § 146a AO i. V. m Kassen-SichV.

Das Ergebnis ist die Kassensicherungsverordnung (Kassen-SichV). Sie regelt im Detail, wie das Gesetz in die Praxis umzusetzen ist.

Dazu hat man sich folgende Vorschriften beziehungsweise Pflichten überlegt:

  • Einführung einer „Technischen Sicherheitseinrichtung für elektronische Kassen“ (TSE)
  • Datenübermittlung an das Finanzamt über eine einheitliche Schnittstelle
  • Zu jedem Geschäftsvorfall muss ein Beleg ausgestellt und ausgehändigt werden (Belegausgabepflicht)
  • TSE-fähige Kassen müssen dem Finanzamt gemeldet werden

Die sogenannten TSE’s befinden sich von mehreren Anbietern aktuell in der Zertifizierung. Vorläufige Zulassungen durch das BSI werden im Oktober 2019 erwartet. Anhand der Terminkette und dem ‚Zertifizierungsfortschritt‘ ist erkannt worden, dass der Zeitpunkt 01.01.2020 höchstwahrscheinlich nicht einzuhalten ist. Es wird erwartet, dass eine ‚Nichtaufgriffsregelung‘ bis zum September 2020 vom BMF ratifiziert wird.

Lösungen für die TSE’s sind im Allgemeinen über USB Stick, MSD, SD-Card realisiert. Als Variante für vernetzte Kassensysteme kann ein LAN TSE mehrere TSEs zur effizienten Fiskalisierung eines ganzen Kassenverbundsystems eingesetzt werden. Eine Cloud Lösung ist lt. BSI in der Zertifizierung.

Die Datenübermittlung ist von der Finanzverwaltung anlässlich einer Außenprüfung oder einer Kassen-Nachschau über eine einheitliche digitale Schnittstelle (§ 4 Kassen-SichV) zur Verfügung zu stellen. Hierfür liefert die DSFinfV-K eine fachliche und technische Beschreibung. Herausforderung für die bestehende Kassensoftware ist es, umgehend die Datenübermittlung entsprechend der KassenSichV anzupassen.

Was bis 2020 konkret umgesetzt und beachten werden sollte:

  • Sofern das Kassensystem umrüstbar ist, muss die Umstellung in jedem Fall bis Anfang 2020 bzw. September 2020 (Nichaufgriffsregelung) durchgeführt haben.
  • Für alle Kassensysteme, die nicht umgerüstet werden können, gibt es abhängig vom
    Anschaffungszeitpunkt eine Verlängerung der Frist. Wenn das Kassensystem nach dem 25.11.2010 angeschafft wurde und den Anforderungen des Finanzamtes von 2010 nicht entspricht, gibt es für den Kassenwechsel eine verlängerte Frist bis 2023.
  • Alle Kassensysteme, die nicht umrüstbar sind und vor dem 25.11.2010 angeschafft wurden, müssen ohne Aufschub bis zum 01.01.2020 ausgetauscht werden.

Aufgrund der Tatsachen, dass es bislang noch keine vom BSI zertifizierte Sicherheitseinrichtung gibt, kann derzeit leider nur abgewartet werden. Am besten man setzt sich mit seinem Kassenanbieter bzw. Kassensoftwarehersteller in Verbindung und bespricht mit ihm die entsprechende Umsetzung.

Wir sind aktuell im Kontakt mit entsprechenden TSE-Anbietern. Sobald uns hierzu weitergehende Informationen vorliegen, werden wir diese auf unserer Webseite unter der Rubrik NEWS zur Verfügung stellen.

Die uns derzeit vorliegenden Informationen sind vorläufig und ohne Gewähr. Die Vorgaben werden von den offiziellen Stellen kontinuierlich weiterentwickelt.

Gerne können Sie uns auf kassen@lodata.de eine Mail schicken, wenn Sie an weitergehende Informationen Interesse haben.

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